Musterung bundeswehr pflicht

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Musterung bundeswehr pflicht

Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Rüdiger Lucassen, sagte, er unterstütze Högls Vorstoß “ohne Wenn und Aber”. Die Wehrbeauftragte müsse “jetzt aber ihre Partei und die CDU überzeugen. Die Reaktivierung ist eine große Aufgabe, aber möglich. Schweden hat gezeigt, dass es geht.” Der Bundeswehrverband begrüßt die Debatte zur Wiedereinführung der Wehrpflicht prinzipiell, glaubt aber nicht, dass sich diese schnell umsetzen ließe. “Die Wehrpflicht wurde damals überstürzt ausgesetzt ohne Analyse – und deswegen wäre es falsch, sie jetzt ohne Analyse wieder einzuführen”, sagt der Vorsitzende des Verbands, André Wüstner, dem SWR. “Der Grundgedanke von Frau Högl – zu analysieren und zu debattieren – ist genau der richtige”. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 wurde die Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee umgewandelt. Die Einführung des freiwilligen Wehrdienstes (FWDFreiwilliger Wehrdienst) war Kern dieser Umstellung. Dieser Dienst verbindet staatsbürgerliches Engagement mit dem „Kennenlernen“ der Truppe und des Soldatseins. Interessierte haben die Möglichkeit, mit einer Verpflichtungszeit von sieben bis 23 Monaten die Truppe kennenzulernen, ohne sich gleich für mehrere Jahre verpflichten zu müssen. Dabei sind die ersten sechs Monate eine Probezeit, in denen beidseitig eine Kündigung möglich ist. Um freiwilligen Wehrdienst leisten zu dürfen, muss man mindestens 17 Jahre alt sein, die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Auch die Bereitschaft, nach erfolgter Ausbildung an Auslandseinsätzen teilzunehmen, gehört dazu.

Dazu werden sie ausgebildet. Soldat oder Soldatin zu sein, ist also ein Beruf. Den üben bei uns in Deutschland mehr als 180 000 Menschen aus. Sie haben sich diese Arbeit ausgesucht. Rund 8.000 Frauen und Männer leisten aktuell freiwillig Wehrdienst In dieser besonderen Gruppe bei der Bundeswehr soll jetzt viel verändert werden. Aber manche Politiker meinen auch: Es würde dagegen helfen, dass sich Rechtsextreme in der Bundeswehr breit machten, wenn wieder mehr junge Männer dort hingehen müssten. Andere sind aber dagegen. Sie meinen, die Wehrpflicht hätte nichts mit den Problemen in einigen Teilen der Bundeswehr zu tun.

Ab 2021 solle unter dem Titel “Dein Jahr für Deutschland” ein neuer Dienst eingeführt werden, sagte Kramp-Karrenbauer im Rahmen einer virtuellen CDU-Veranstaltung. Auch die CSU lehnt die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab. “Eine Rückkehr zur Wehrpflicht ist keine realistische Debatte”, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der “Augsburger Allgemeinen”. Sinnvoller sei es, über die Stärkung des freiwilligen Dienstes zu reden. Auch der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sieht die Wehrpflicht-Idee skeptisch. Zwar könne man über die Wehrpflicht oder eine allgemeine Dienstpflicht diskutieren, sagte Merz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. “Aber die ohne Zweifel notwendige Bekämpfung des Rechtsradikalismus reicht als Begründung dafür nicht aus.” Ich denke, dass mit “Wiedereinführung der Wehrpflicht” auch der Zivildienst gemeint ist. Ich finde es in jedem Fall sinnvoll, denn die Wehrpflicht/der Zivildienst bietet viele Chancen: 1. berufliche Orientierung 2. Erleben eines ersten “Berufsalltags” 3. Erlernen eines Pflichtbewusstseins und Ordnungssinns, auch ein Eingliedern in bestehende Strukturen (auch im Zivildienst) 4.

Die Chance, frühzeitig sich von den Eltern abzunabeln 5. Einen guten ersten Verdienst (v. a. im Zivildienst), nachdem man bis zu diesem Zeitpunkt -wenn überhaupt – Ferienjobs ausgeübt hat. 6. Kennenlernen und Zusammenarbeiten mit anderen aus anderen Bundesländern und anderer sozialer Prägung Ich denke auch, dass nicht in erster Linie die Landesverteidigung im Vordergrund steht.